0664, 0676, 0699 & Co: Welcher Anbieter steckt hinter der Handyvorwahl?
Redaktion Wer hat angerufen? · Stand 25.7.2026
0664, 0676, 0699 – österreichische Handynummern tragen ihre Herkunft in der Vorwahl. Wer die mobilen Bereichskennzahlen kennt, weiß auf einen Blick, welchem Netzbetreiber ein Nummernblock zugeteilt wurde, und kann eine unbekannte Handynummer zumindest grob einordnen. Dieser Ratgeber listet alle wichtigen Bereichskennzahlen von 0650 bis 0699 samt Betreiber auf – und erklärt den einen Vorbehalt, den Sie unbedingt kennen müssen: die Rufnummernmitnahme. Eine konkrete Nummer prüfen Sie direkt hier:
Handyvorwahlen in Österreich: der Bereich 0650 bis 0699
Österreichische Mobilnummern beginnen mit einer Bereichskennzahl zwischen 0650 und 0699. Anders als die Ortsnetzkennzahlen aus dem Vorwahl-Verzeichnis verrät eine Handyvorwahl keinen Ort, sondern den Nummernblock: Die Regulierungsbehörde RTR teilt jede Bereichskennzahl einem bestimmten Betreiber zu und führt diese Zuteilungen in einem öffentlichen Register. Die drei großen Netzbetreiber A1 Telekom Austria, Magenta Telekom und Drei (Hutchison) halten die bekanntesten Blöcke; daneben gibt es Bereiche für Diskonter und virtuelle Anbieter (MVNOs), die kein eigenes Funknetz betreiben, sondern sich in eines der drei Netze einmieten.
Die Zuteilung im Überblick: Welche Vorwahl gehört zu welchem Anbieter?
Die folgende Tabelle zeigt die wichtigsten Bereichskennzahlen und den Betreiber, dem der Block laut RTR-Register zugeteilt ist. Jede Vorwahl hat bei uns eine eigene Detailseite mit aktuellen Community-Meldungen:
| Vorwahl | Block zugeteilt an (Quelle: RTR) |
|---|---|
| 0650 | weitere Anbieter/Diskonter |
| 0660 | Drei (Hutchison Drei Austria) |
| 0664 | A1 Telekom Austria |
| 0676 | Magenta Telekom |
| 0680 | weitere Anbieter/Diskonter |
| 0688 | u. a. virtuelle Anbieter (MVNOs) |
| 0699 | Drei (Hutchison Drei Austria) |
Eine Übersicht aller Betreiber samt ihren zugeteilten Nummernbereichen finden Sie auf unserer Anbieter-Seite.
Der entscheidende Vorbehalt: Rufnummernmitnahme
So nützlich die Tabelle ist – sie hat eine eingebaute Unschärfe, und die sollten Sie ernst nehmen: Das RTR-Register dokumentiert, welchem Betreiber ein Nummernblock zugeteilt wurde, nicht, wer eine einzelne Nummer heute bedient. Seit der Einführung der Rufnummernmitnahme können Kundinnen und Kunden ihre Handynummer beim Anbieterwechsel mitnehmen. Eine 0664-Nummer kann also längst bei Magenta oder einem Diskonter aktiv sein, eine 0676-Nummer bei A1. Korrekt formuliert heißt es deshalb immer: Block zugeteilt an A1 (Quelle: RTR) – nicht: Diese Nummer gehört A1. Für die Einordnung eines unbekannten Anrufers ist das meist verschmerzbar; wer die tatsächliche aktuelle Netzzugehörigkeit braucht, etwa für alte Tarife mit netzinternen Freiminuten, kommt um eine Netzabfrage beim eigenen Betreiber nicht herum.
So prüfen Sie eine konkrete Handynummer
Wenn eine unbekannte Handynummer anruft, führt der schnellste Weg über drei Schritte:
- Vorwahl einordnen: Bereichskennzahl ablesen und in der Tabelle oben oder auf der jeweiligen Detailseite (etwa 0664) nachschlagen. Damit wissen Sie, welchem Betreiber der Block zugeteilt ist – mit dem genannten Portierungs-Vorbehalt.
- Nummer durch die Rückwärtssuche schicken: Das Formular oben prüft die Nummer gegen das RTR-Zuteilungsregister und zeigt vorhandene Community-Meldungen. Die vollständige Methode beschreibt der Ratgeber Telefonnummer-Rückwärtssuche Österreich.
- Meldelage checken: Taucht die Nummer im Spam-Barometer auf, ist Vorsicht angebracht – häufig gemeldete Handynummern stecken oft hinter Gewinnspiel- oder Umfrage-Maschen.
Spam von Handynummern: seltener, aber tückischer
Der Löwenanteil der Werbeanrufe läuft in Österreich über den VoIP-Bereich 0720, weil dortige Nummern billiger und schneller zu beschaffen sind. Werbeanrufe von echten Handynummern kommen seltener vor, wirken aber vertrauenswürdiger – genau darauf setzen manche Callcenter. Zudem können Anrufer ihre angezeigte Nummer fälschen (Spoofing): Eine vertraut aussehende 0664-Nummer am Display ist kein Beweis, dass der Anruf tatsächlich von diesem Anschluss kommt. Gibt sich der Anrufer als Bank oder Behörde aus, gilt daher immer: auflegen und selbst über die offiziell veröffentlichte Nummer zurückrufen. Unerbetene Werbeanrufe sind nach § 174 TKG 2021 ohne Einwilligung verboten – melden Sie solche Nummern der Meldestelle für Rufnummernmissbrauch der RTR (Web-Formular auf rtr.at) und hinterlassen Sie eine Meldung auf der Nummernseite, um andere zu warnen.
Häufige Fragen
Welcher Anbieter hat die Vorwahl 0664?
Der Nummernblock 0664 ist laut RTR-Zuteilungsregister A1 Telekom Austria zugeteilt. Wegen der Rufnummernmitnahme kann eine einzelne 0664-Nummer heute aber bei jedem anderen Betreiber aktiv sein – die Vorwahl zeigt nur die ursprüngliche Blockzuteilung.
Zu wem gehört 0676?
0676 ist laut RTR-Register Magenta Telekom zugeteilt. Auch hier gilt: Portierte Nummern können inzwischen in einem anderen Netz betrieben werden, die Vorwahl ist nur ein Indiz für den ursprünglichen Anbieter.
Sind 0660 und 0699 dasselbe Netz?
Beide Bereichskennzahlen sind laut RTR-Register Drei (Hutchison Drei Austria) zugeteilt. 0699 stammt historisch aus dem übernommenen Orange- bzw. One-Netz und wird heute von Drei geführt.
Kann ich sicher herausfinden, in welchem Netz eine Handynummer aktuell ist?
Nicht allein über die Vorwahl. Verlässlich ist nur eine Netzabfrage beim eigenen Betreiber oder die Auskunft des Angerufenen selbst. Die Vorwahl liefert die ursprüngliche Blockzuteilung laut RTR, die durch Rufnummernmitnahme überholt sein kann.
Warum ist die Netzzugehörigkeit überhaupt relevant?
Früher waren netzinterne Gespräche oft billiger. Heute spielt das bei den meisten Tarifen keine Rolle mehr; relevant bleibt die Vorwahl vor allem zur Einordnung unbekannter Anrufer und zur Unterscheidung von Handynummern und Dienstenummern wie 0720 oder 0900.